Qi Gong

Medi­zi­ni­sches Qi Gong | The­ra­peu­ti­sches Qi Gong | Osteo­pa­thi­sches Qi Gong

Qi Gong bedeu­tet wört­lich über­setzt “Ener­gie-Arbeit”. Qi selbst ist ein sehr viel­fäl­ti­ger Begriff und ver­kör­pert all die Ener­gie, die in der Natur vor­zu­fin­den ist. Mehr noch, Qi steht für alle Kraft, Vita­li­tät und das Poten­ti­al, die in jedem kleins­ten “Etwas” unse­res Uni­ver­sums vor­herrscht. Qi Gong ist eine Bewe­gungs­form, bestehend aus hun­der­ten Übun­gen und deren Vari­an­ten, die sich über die Jahr­hun­der­te ent­wi­ckelt haben und oft auch Ana­lo­gien zu bestimm­ten phi­lo­so­phi­schen Rich­tun­gen und chi­ne­si­schen Dynas­tien auf­wei­sen. Gemein­sam zu allen Sti­len ist jedoch die Tat­sa­che, dass Atmung und Bewe­gung zu einer har­mo­ni­schen Ganz­heit ver­bun­den wer­den, und dadurch den Ener­gie­fluss för­dern sollen.


Ich habe in den letz­ten Jah­ren ein Kon­zept ent­wi­ckelt mit drei Bereichen:

Medi­zi­ni­sches Qi Gong | The­ra­peu­ti­sches Qi Gong | Osteo­pa­thi­sches Qi Gong

Medi­zi­ni­sches Qi Gong

Grund­sätz­lich basie­ren alle von mir ver­wen­de­ten Bewe­gungs­mus­ter auf einem gro­ßen Fun­dus von Übun­gen unter­schied­li­cher Qi Gong-Sti­le, deren Hin­ter­grund, Zusam­men­stel­lung und Kom­bi­na­ti­on das Wis­sen über die Tra­di­tio­nel­le Chi­ne­si­sche Medi­zin als Basis inne­ha­ben.
Im medi­zi­ni­schen Sin­ne for­mu­liert man die posi­ti­ve Wir­kung der Qi Gong Übun­gen als “Stär­kung der Selbst­hei­lungs­kräf­te”. Dabei hat sich all­ge­mein die Rich­tung “Medi­zi­ni­sches Qi Gong” ent­wi­ckelt, bei des­sen Aus­übung gezielt kör­per­li­che Beschwer­den gemäß der Tra­di­tio­nel­len Chi­ne­si­schen Medi­zin beein­flusst wer­den kön­nen. Vor­aus­set­zung bei der Arbeit mit medi­zi­ni­schem Qi Gong ist die Kennt­nis der Ana­to­mie und Phy­sio­lo­gie des Men­schen sowie Kennt­nis­se der Grund­la­gen zur Tra­di­tio­nel­len Chi­ne­si­schen Medi­zin und der Zusam­men­hang in der Anwen­dung der Übun­gen.         
Das medi­zi­ni­sche Qi Gong wird meist in der Grup­pe unter­rich­tet. Das medi­zi­ni­sche Qi Gong kann als Ergän­zung der medi­zi­ni­schen und natur­heil­kund­li­chen The­ra­pie gese­hen wer­den, die­se aber nicht ersetzen.

The­ra­peu­ti­sches Qi Gong

Hier­bei wer­den spe­zi­el­le Übun­gen so zusam­men­ge­stellt, dass sie unter­stüt­zend bei indi­vi­du­el­len Beschwer­den the­ra­peu­tisch genutzt wer­den kön­nen. Die­se Übun­gen wer­den in einer Ein­zel­stun­de detail­liert für jeman­den zusam­men­ge­stellt, sodass die­se Per­son die­se zu Hau­se prak­ti­zie­ren kann. Hier wird die Schul­me­di­zin mit der Tra­di­tio­nel­len Chi­ne­si­schen Medi­zin in Kom­bi­na­ti­on ange­wen­det — zum Bei­spiel Qi Gong Übun­gen bei kör­per­li­chen und psy­cho­so­ma­ti­schen Stö­run­gen. Das The­ra­peu­ti­sche Qi Gong kann eine medi­zi­ni­sche Behand­lung nicht erset­zen, des­we­gen fra­gen Sie immer Ihren Arzt, The­ra­peu­ten oder Heil­prak­ti­ker, ob dies als ergän­zen­de Maß­nah­me sinn­voll ist. Das the­ra­peu­ti­sche Qi Gong wird meist in einer Ein­zel­stun­de gehalten.

Osteo­pa­thi­sches Qi Gong

Die Zusam­men­stel­lung der Übun­gen basiert auf der Grund­la­ge einer vor­an­ge­gan­gen osteo­pa­thi­schen Dia­gno­se, dem­entspre­chend wer­den Übun­gen aus­ge­wählt. Gemäß der Neu­ro-Osteo­pa­thie nach Mos­he Kas­tiel bil­det die Asym­me­trie im Gehirn und im Kör­per den Ursprung von Dys­funk­tio­nen im Kör­per sowie Ein­schrän­kun­gen in der gesam­ten Funk­tio­na­li­tät. Dies führt zu einer Desta­bi­li­sie­rung des gesam­ten Kör­pers im Bereich des Ner­ven­sys­tems, der Blut­ver­sor­gung, im gesam­ten Bewe­gungs­ap­pa­rat und in allen Orga­nen. Osteo­pa­thi­sches Qi Gong ist eine Art „Hil­fe zur Selbst­hil­fe“ bei indi­vi­du­el­len Beschwer­den. Das osteo­pa­thi­sche Qi Gong wird immer in einer Ein­zel­stun­de gehal­ten. Auch hier ist anzu­mer­ken, dass das Osteo­pa­thi­sche Qi Gong eine medi­zi­ni­sche oder natur­heil­kund­li­che The­ra­pie nicht erset­zen kann.

Sti­le, aus denen Übun­gen Ver­wen­dung finden:

Die 8 Bro­ka­te, Ba Duan Jin
Die 6 Hei­len­den Lau­te, Liu Zi Jue
Die Spiel der 5 Tie­re, Wu Qin Xi
Shi Ba Shi, 18 Übun­gen
Yi Jin Jing
Wudang Qi Gong
Zhan Zhuang
Sei­den­fa­den Qi Gong
Organ-Qi Gong
Stil­les Qi Gong
Kno­chen­mark Qi Gong
Chan Mi Gong
Nei Yang Gong
Da Wu Qi gong
Ma Wang Dui Dao Yin Shu
Daoyin Yangs­heng Gong
Shao­lin Qi Gong
Yiquan
Hui Chun Gong
Ball Qi Gong
Meri­di­an Qi Gong
Dao­is­ti­sches Qi Gong
Ba Gua Zhang
Tai Chi Chu­an Yang Stil, Kurz­form, Lang­form, Fächer
Tui Shou, Pushing Hands
Qi Gong Yoga
u.a.

 

Wir­kun­gen von Qi Gong

Bei der kon­se­quen­ten Aus­übung kön­nen vie­le posi­ti­ve Aspek­te für den Men­schen genannt werden:

  • Krank­hei­ten vorbeugen
  • gesund wer­den
  • zur Gesund­erhal­tung beitragen
  • Life Style, als Lebens­weg, oder Beglei­tung im Alltag

Die fol­gen­den Bei­spie­le sind als all­ge­mei­ne Aspek­te für die Wir­kung von Qi Gong zu sehen:

  • star­ker Bezug zum inne­ren Bewusstsein 
    • akti­viert die Selbstheilungskräfte
    • erhöht die Lebens­er­war­tung – wirkt altersvorbeugend
    • stärkt das inne­re Gleichgewicht
  • kann inne­re Pro­zes­se gezielt beeinflussen 
    • Blo­cka­den und Stau­un­gen lösen
    • Ener­gie gezielt lei­ten und verteilen
  • medi­zi­ni­sches Fundament 
    • enger Bezug zu Krankheiten
  • kann bewusst Leit­bah­nen und Aku­punk­tur­punk­te beein­flus­sen, zum Bei­spiel durch das Mas­sie­ren von Shu-Punk­ten, das sind Aku­punk­tur­punk­te auf dem Bla­sen­me­ri­di­an, links/rechts der Wir­bel­säu­le lie­gend, die bei vie­len chro­ni­schen Krank­hei­ten Anwen­dung finden
  • bewuss­te Atmung zur Auf­nah­me von Qi, damit ver­bun­den die Kräf­ti­gung des Zwerchfellmuskels
  • Stär­kung der Wir­bel­säu­le und Ver­bes­se­rung die Kör­per­hal­tung durch die kör­per­li­che Zen­trie­rung. Dadurch wird ein opti­ma­les Gleich­ge­wicht erzielt.
  • Kräf­ti­gung der Rückenmuskulatur
  • Deh­nung der Mus­ku­la­tur und Ent­las­tung der Bandscheiben
  • Mobi­li­sie­rung von Gelen­ken und Muskeln
  • Stär­kung des Fuß­ge­wöl­bes durch das sanf­te Abrol­len des Fußes
  • Kräf­ti­gung des Bin­de­ge­we­bes und der Beinmuskulatur
  • kei­ne ein­sei­ti­ge Belas­tung, da alle Bewe­gun­gen in bei­de Rich­tun­gen aus­ge­übt werden
  • Ver­bes­se­rung die Magen-Darm­funk­ti­on, da durch die sanf­ten Bewe­gun­gen die Ver­dau­ung ange­regt wird
  • das Herz-Kreis­lauf­sys­tem wird sta­bi­li­siert, da durch die geziel­te Atmung mehr Sauer­stoff ins Blut geführt wird
  • Sta­bi­li­sie­rung der Lun­gen­funk­ti­on durch regel­mä­ßi­ge und tie­fe Atmung
  • die Bau­ch­at­mung macht das Zwerch­fell beweg­li­cher und führt zur inne­ren Entspannung
  • För­de­rung von Gehirn­ak­ti­vi­tä­ten, da die asyn­chro­nen Bewe­gun­gen die Gehirn­tä­tig­keit bei­der Gehirn­hälf­ten mobilisieren
  • Erhö­hung der Konzentrationsfähigkeit
  • geis­ti­ge Ent­span­nung, heil­sa­mer Ein­fluss auf die Psyche
  • Übung der eige­nen Geduld und Ausdauer

  

Posi­ti­ve Wir­kung der Kör­per­be­we­gun­gen aus der Sicht der west­li­chen Medizin:

  • Wir­bel­säu­len­trai­ning
  • Band­schei­ben­trai­ning (Anspan­nung – Entspannung)
  • Ent­las­tung des Beckens und der Lendenwirbelsäule
  • Bes­se­re Körperhaltung
  • bes­se­re Blut­ver­sor­gung des Kopfes
  • Mobi­li­sie­rung von 
    • Mus­keln
    • Bän­dern
    • Seh­nen
    • Gelen­ken
    • Knor­peln
  • Atmung: Erwär­mung der Luft in der Nase
  • Ver­grö­ße­rung der Zwerchfellamplitude
  • geis­ti­ge Entspannung